Unsere hochmodernen Notrufzentralen in ganz Deutschland reagieren blitzschnell. Erfahrene Sicherheitsspezialisten überwachen rund um die Uhr Liegenschaften in ganz Deutschland. Ob Alarm oder Notruf – Sicherheit Nord leitet sofort gezielte Maßnahmen zu Ihrer Sicherheit ein.

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„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben verstanden, dass es jetzt auf sie ankommt.“

Sicherheit Nord 07.05.2020

Niederlassungsleiter Sven Niedecken zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Sicherheit Nord

Für praktisch alle Unternehmen in Deutschland führt die Corona-Krise zum Ausnahmezustand. Wie sieht es bei Sicherheit Nord aus?

Die besonnene Reaktion auf unvorhergesehene Situationen ist eine der wichtigsten Kompetenzen unseres Unternehmens. Wir sind darauf vorbereitet. Wir schützen teilweise systemrelevante Anlagen und Einrichtungen. Daher müssen wir unseren Kunden regelmäßig nachweisen, auch in Notfällen weiter handlungsfähig zu sein. Wir betreiben immer ein sogenanntes Business Continuity Management. Das greift auch in diesem Moment. Insofern können wir sagen: In allen unseren Arbeitsfeldern funktionieren unsere Einsatzpläne und wir helfen unseren Kunden, sich auf die Bewältigung des Ausnahmezustands zu konzentrieren. Und wir bereiten uns vor, auch noch bei einer weiteren Eskalation unsere Arbeit machen zu können.

Welche Angebote zur Unterstützung haben Sie denn für Unternehmen in dieser Situation?

Das läuft für jeden Kunden individuell. Wir können dort, wo es gebraucht wird, Personal aufstocken und die Situation so gestalten, wie unsere Kunden es brauchen. Das ist unsere Stärke. In Einzelfällen übernehmen wir auch zusätzliche Aufgaben zur Entlastung.

In welchen Bereichen gibt es denn für Sicherheit Nord Veränderungen?

Bestimmte Aufgaben sind weggefallen. Hotels sind geschlossen, da wird unsere Leistung natürlich viel weniger nachgefragt. In anderen Bereichen, bei der Bewachung von Ministerien, Verwaltungen und auch in Supermärkten ist der Bedarf aber gestiegen, weil Zugangskontrollen und Organisation viel aufwändiger geworden sind. Für alle hat sich aber eines verändert: Wir müssen in der täglichen Arbeit umsichtig die Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts (RKI) einhalten. Hier ist jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin in der Verantwortung. Wir müssen das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich halten.

Wie organisieren Sie das konkret?

Wir haben unsere Arbeitsroutinen anhand der Empfehlungen unserer Arbeitssicherheitsfachkräfte und des RKI alle überprüft und weiter angepasst. Dazu hat es für jeden Bereich konkrete Arbeitsanweisungen gegeben. Auch in der Vergangenheit haben wir viel dafür getan, unsere Mitarbeiter für Ihren Gesundheitsschutz zu sensibilisieren und wir geben dafür regelmäßig Verhaltenshinweise weiter.

Natürlich desinfizieren wir jetzt zusätzlich die Arbeitsstellen und halten den Abstand ein. Aber es ist manchmal gar nicht so einfach umzusetzen. Schichtwechsel und Übergaben organisieren wir jetzt z.B.  konsequent per Telefon, so dass die Kolleginnen und Kollegen sich nicht in einem Raum aufhalten müssen. Ein Thema ist natürlich die Schutzausrüstung. Hier stimmen wir uns mit den jeweiligen Auftraggebern ab und entwickeln auch gemeinsam Lösungen. Noch sind wir ausreichend versorgt.

Wie tragen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Situation

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben verstanden, dass es jetzt auf sie ankommt.  Wir sind stolz auf sie und dankbar, dass alle so diszipliniert und flexibel engagiert ihren Job machen. Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut. Sie leisten ihren Beitrag dazu, dass in Deutschland diese Krise bewältigt werden kann. Dafür würden wir uns auch mehr Anerkennung des Staates wünschen.

Was soll sich konkret ändern?

Obwohl wir Organisationen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur schützen, gelten wir trotzdem nicht als systemrelevant. Wir fallen nicht unter die sogenannte KRITIS-Verordnung. Das hat an vielen Stellen Konsequenzen. Den Kindern unserer Beschäftigten bleibt zum Beispiel der Zugang zu den Notdiensten der Kindergärten und Schulen verwehrt. Die Eltern fehlen dann für den Einsatz. Das muss sich ändern, denn der Bedarf an Sicherheitspersonal an systemrelevanten Einrichtungen wird in der nächsten Zeit noch steigen.

Droht denn ein Mangel an Sicherheitskräften? Wie könnte man dem begegnen?

Der Mangel ist schon da.  Zwar sind in Service-Bereichen Mitarbeiter frei geworden, wir können sie aber nicht einfach umsetzen, weil ihnen die Qualifikation für andere Aufgaben fehlt. Und neue Beschäftigte im Sicherheitsbereich müssen mindestens ein Unterrichtungsverfahren oder für bestimmte Tätigkeiten auch eine Sachkundeprüfung bei der IHK ablegen. Wir haben bereits vor Jahren angefangen, E-Learning zu implementieren, um Sicherheitskräfte aus- und weiterzubilden und auch Wissensstandsabfragen durchzuführen.

Die IHK ist allein verantwortlich für den Mangel an Sicherheitskräften und sie hat sich in der Krise als erstes zurückgezogen. Wir benötigen dringend Kräfte, die eine Unterrichtung nach §34a bei der IHK erhalten haben oder eine auch Sachkundeprüfung abgelegt haben. Die IHK hat aber alle Kurse und Prüfungen unbestimmt ausgesetzt. Die IHK muss dafür eine Lösung finden und sollte ihre Verantwortung nicht an die Politik weitergeben. Die fehlende Flexibilität der IHK ist wirklich ein Hindernis.

Alternativ muss es eine schnelle Regelung geben, die es uns ermöglicht, unbürokratisch wichtiges Personal einzustellen.

Sind denn auch Arbeitsplätze bei Sicherheit Nord in Gefahr?

Wenige Kunden haben ihren Vertrag mit uns gekündigt, andere haben unsere Dienste eingeschränkt. In anderen Bereichen hat die Arbeit dafür zugenommen. Wir versuchen mit jedem Kunden Lösungen zu erarbeiten, wie es weiter gehen kann und das gilt auch für alle unsere Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen. Wir wissen noch nicht, wie sich das weiter entwickelt. Wenn es eine Insolvenzwelle gibt, kommt die auch bei uns an und Aufträge fallen weg. Zuallererst machen wir aber weiter unseren Job. Denn unser Job hilft, die Krise zu bewältigen.

Gegen Rechtsextremismus,
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.